Moodle und eLearning

Im Zuge des Masterstudiums Angewandtes Wissensmanagement erstellten wir einen Moodle Kurs zum Thema „Flipped Classroom“. Meine Reflexion zu diesem Projekt findet ihr hier:

Kursziel. Ziel dieses Kurses ist, Teilnehmern und Teilnehmerinnen (kurz TN) das Konzept des Flipped Classrooms und dessen Einsatzmöglichkeiten näherzubringen. Auch werden die TN nützliche Tools kennenlernen, die sich für den Einsatz im Flipped Classroom anbieten. Da im Flipped Classroom meist Videos zum Einsatz kommen, erfahren die Kurs-TN zusätzlich, welche Kriterien zum Erstellen guter Lernvideos beachtet werden müssen und wie man selbst ein Lernvideo produziert.

Damit der Kurs einfach übertragen und notfalls weiterverwendet werden kann, wurde ein detailiertes, anleitunggebendes Kurshandbuch im Kurs hochgeladen. „Fremde Trainer und Trainerinnen“ können sich dadurch schnell im Kurs einzufinden.

Gelerntes. Etwas überrascht war ich vom Umfang der Vorbereitungen und dem Beschaffen des Inhalts für den Kurs. Ich habe schon mehrere Moodle-Kurse über die VPH absolviert und hätte nicht erwartet, dass es so aufwendig ist, gute Inhalte für einen Kurs zu finden. Viele Unterlagen oder Videos erfüllten nicht die Anforderungen, die ich an gute Unterlagen stelle. Entweder waren die pdf-Dokumente zu umfangreich oder zu wenig aussagekräftig. Einige waren aus meiner Sicht nicht wissenschaftlich genug da nur als persönliche Erfahrung festgehalten.

Auch bei der Recherche nach passenden Videos musste ich lange Zeit suchen. Zu lang, zu kurz, zu oberflächlich, zu wenig professionell, undeutliche Stimme, unpassende Aussprache, Gesamteindruck unzureichend usw. waren oft die Ausschließungsgründe. Schlussendlich war ich dennoch mit meiner Auswahl an Unterlagen zufrieden.

Neues. Neu war für mich, ein ganzes Konzept zu erstellen und dies stimmig und mit rotem Faden zu versehen. Auch das Anordnen der Inhalte in angemessener Reihenfolge sowie das Aufteilen des Lernmaterials auf die gewünschten drei Wochen war nicht einfach. Die TN sollten nicht gleich in der ersten Woche mit Arbeiten überhäuft werden. Und die letzte Kurswoche sollte noch Gelegenheit und Zeit bieten, um notfalls Arbeiten aus der Vorwoche erledigen zu können, um den Kurs doch noch positiv zu absolvieren.

Ebenfalls neu für mich war der Umfang des riesigen Angebots an Moodle-Aktivitäten. Über 29 verschiedene Möglichkeiten, um den Kursinhalt aufzubereiten, machen es einem KursleiterIn beim Anlegen der Aktivitäten nicht leicht. Welche Lernziele mit welcher Aktivität am

besten erreicht werden können, muss hier sorgfältig vorab überlegt werden.

Gelungenes. Nach anfäglichen Zweifeln und Bedenken (Was soll rein? Welche eTivity soll es geben? Wie Aufgabenstellungen formulieren? Zuteilung der eTivities zu Wochen usw. ) legten wir ein Grobkonzept vor. Hier mussten wir vor allem die Zielgruppe und die Lernziele genauer definieren und formulieren. Im Feinkonzept alles umgesetzt, konnten wir Herrn Schmid dann überzeugen. So entstand ein informativer und lehrreicher Moodle-Kurs zum Thema „How to flip your classroom?“.

Misslungenes. Aus meiner Sicht gab es nichts, dass uns misslang. Wir funktionierten perfekt als Team, arbeiteten gut zusammen und ein gelungener eLearning Kurs steht einsatzbereit zur Verfügung.

Fazit. Durch diese Lehrveranstaltung konnten wir die Moodle-Plattform auch mal von der anderen, der TrainerInnen-Seite, kennenlernen. Auch wurde deutlich, dass eLearning mehr als nur einen fertigen Kurs ausmacht, in dem sich TN einschreiben und sich durchklicken. Es steckt viel mehr dahinter.